Avo Talks

Wo Popkultur Tiefgang bekommt und Verspätung zum Stilmittel wird.

Avo Talks

Avo Talks

Wo Popkultur Tiefgang bekommt und Verspätung zum Stilmittel wird.

Avo Talks
Serien

Infiltration (aka Invasion) – Wenn der Slowburner fast erlischt

Ich habe viel über Infiltration gehört – im Original heißt die Serie Invasion. Positives vor allem: Sie soll visuell stark sein, die Story spannend, das Schauspiel überzeugend. Also habe ich angefangen. Und nach den ersten drei Folgen muss ich sagen: Die kann man sich komplett sparen. In 10 bis 15 Minuten zusammengefasst oder als Rückblick eingefügt – das hätte gereicht. Sie geben mir nichts, außer Fremdscham für die Familie Malik.

Schauspielerisch ist alles solide. Mit dabei sind Golshifteh Farahani als Aneesha Malik, Shioli Kutsuna als Mitsuki Yamato, Shamier Anderson als Trevante Cole und Billy Barratt als Casper. Die Serie ist ein Slowburner, wobei man in den ersten Folgen eher von einem „Stop it could be burn“ sprechen sollte. Ab Folge 6 kommt endlich Fahrt auf – jetzt ist es ein Slowburner, aber einer mit Spannung.

Die Episode „Home Invasion“ erinnert stark an A Quiet Place. Diese Art von Grusel und Spannung hätte ich mir durchgehend gewünscht. Die Serie lässt sich gut in Storylines zerlegen:

  • Die Familie Malik: Anfangs für mich ein Totalausfall, gegen Ende wird’s besser.
  • Japan und die Japanauten: Eine wunderschöne Geschichte über Liebe, Zusammenhalt und japanische Kultur – mein Highlight.
  • Die Kids im verunglückten Schulbus: Mein Lieblingstrang. Coming-of-Age trifft Alien-Apokalypse.
  • Der amerikanische Soldat: Seine Suche nach Kameraden zeigt Sprachbarrieren und Zusammenhalt in Extremsituationen.

Die Außerirdischen? Lange nur Nebensache, gegen Ende wird’s spannend. Ist okay.

Warum heißt die Serie im Deutschen „Infiltration“? Vermutlich, weil der Begriff subtiler klingt als „Invasion“. Es geht nicht um Raumschiffe am Himmel, sondern um das langsame Eindringen einer Bedrohung in das Leben der Figuren – psychologisch, emotional, gesellschaftlich. Der Titel spiegelt die Erzählweise besser wider.

Mein Fazit: Die Serie könnte richtig gut sein – wenn sie sich nicht sooooooooooo ziehen würde. Ob man dranbleiben sollte? Ich würde sagen: Folgt meinem Blog, dann erfahrt ihr es.

Bewertung: 3 von 5.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert