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Resident Alien Staffel 3: Die Greys schlagen zurück

Ich konnte jetzt endlich die dritte Staffel von Resident Alien sehen und ich muss sagen: Ich mag die Serie immer noch richtig gerne. Was mir dabei besonders gefällt, ist, dass die Macher nicht den Fehler machen, jede Staffel wieder bei null anzufangen. Stattdessen bleibt die Serie ihrem Stil treu, entwickelt die Geschichte aber sinnvoll weiter und fügt neue Elemente hinzu. Genau so sollte eine gute Serie meiner Meinung nach funktionieren.

Der größte Unterschied zu den vorherigen Staffeln ist Harry selbst. Aus dem Alien, das ursprünglich die Menschheit vernichten sollte, wird immer mehr ihr Beschützer. Natürlich macht ihn das nicht plötzlich zu einem klassischen Helden, denn Harry bleibt der herrlich schrullige Außenseiter, den wir seit Staffel 1 kennen. Aber seine Entwicklung ist interessant und glaubwürdig erzählt.

Besonders spannend finde ich dabei seine Beziehungen. Seine Freundschaft zu Asta entwickelt sich weiter und bleibt weiterhin das emotionale Herzstück der Serie. Gleichzeitig bekommt Harry eine neue außerirdische Liebesgeschichte, was frischen Wind in die Handlung bringt. Dazu kommt, dass er immer mehr menschliche Gefühle entwickelt. Durch seine Zeit auf der Erde und seine Verbindung zu den Menschen versteht er nach und nach Dinge wie Liebe, Freundschaft und Verantwortung. Das sorgt nicht nur für viele lustige Momente, sondern gibt der Figur auch deutlich mehr Tiefe.

Auch die Hauptgeschichte kommt in Staffel 3 endlich richtig voran. Die Grauen werden deutlich stärker in den Mittelpunkt gerückt und wir erfahren wesentlich mehr über ihre Pläne. Die Bedrohung wirkt diesmal größer als je zuvor, denn die Greys wollen die Erde nicht einfach nur kontrollieren, sondern die Atmosphäre verändern und damit alles Leben auf dem Planeten auslöschen.

Dafür muss Harry sogar eine ungewöhnliche Allianz eingehen. Gemeinsam mit General McCallister, die von Linda Hamilton gespielt wird und die viele natürlich als Sarah Connor aus den Terminator-Filmen kennen, versucht er die Pläne der Greys zu stoppen. Nachdem sie in den vorherigen Staffeln eher eine Gegenspielerin war, bekommt sie hier deutlich mehr Bildschirmzeit und entwickelt sich zu einer wichtigen Verbündeten.

Gleichzeitig erfahren wir mehr über die Entführungen durch die Greys. Besonders Bürgermeister Ben und seine Frau Kate kämpfen mit den psychischen Folgen ihrer Erlebnisse. Dieser Handlungsstrang ist überraschend emotional und sorgt dafür, dass die Geschichte noch einmal eine zusätzliche Ebene bekommt.

Auch die Nebenfiguren machen wieder unglaublich viel Spaß. D’Arcy bleibt eine meiner Lieblingsfiguren und bekommt erneut einige starke Szenen spendiert. Sheriff Mike und Deputy Liv sorgen wie gewohnt für jede Menge Humor, verfolgen aber gleichzeitig immer weiter die Hinweise auf außerirdische Aktivitäten. Schön ist dabei, dass eigentlich jede Figur etwas zur Geschichte beiträgt und ihre eigene Entwicklung bekommt.

Auf der Gegenseite wird es ebenfalls interessant. Mit Joseph Rainier bekommen wir einen Antagonisten, der als Grey-Mensch-Hybrid in Patience auftaucht und sich dort als neuer Deputy einschleust. Anfangs arbeitet er gegen Harry, doch seine Entwicklung verläuft nicht ganz so eindeutig, wie man zunächst denkt. Genau diese Grauzonen machen die Figur interessant.

Das Staffelfinale hat mir dann besonders gut gefallen. Ohne zu viel zu spoilern laufen die verschiedenen Handlungsstränge sehr gelungen zusammen. Joseph erkennt schließlich, dass auch die Greys ihn nur benutzen, und schlägt sich auf Harrys Seite. D’Arcy bekommt einen echten Heldenmoment und rettet Kates Baby vor den Aliens.

Spoiler

Und dann kommt der große Cliffhanger: Harry wird auf das riesige Grey-Raumschiff entführt, das sich die ganze Zeit als Mond getarnt hat. Gleichzeitig gelangt ein gefährliches Mantid-Alien auf die Erde, übernimmt Harrys Gestalt und kann sich völlig unbemerkt in Patience bewegen. Ein richtig starker Abschluss, der sofort Lust auf die nächste Staffel macht.

Was Resident Alien weiterhin so gut macht, ist die Mischung aus Comedy, Science-Fiction, Spannung und Herz. Die Serie schafft es immer wieder, albern zu sein, ohne lächerlich zu wirken, und emotional, ohne kitschig zu werden. Dazu kommen liebenswerte Figuren, gute Dialoge und eine Geschichte, die sich tatsächlich weiterentwickelt.

Für mich bleibt Resident Alien auch in Staffel 3 eine der sympathischsten Science-Fiction-Serien der letzten Jahre. Wer die ersten beiden Staffeln mochte, wird hier definitiv wieder seinen Spaß haben. Allerdings ist das keine Serie, die man einfach nebenbei laufen lassen sollte. Hinter dem Humor steckt eine überraschend komplexe Geschichte, die Aufmerksamkeit verdient.

Bewertung: 4.5 von 5.

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