Marvel’s Spider-Man Remastered (PC) – Zwischen genialer Story und repetitivem Alltag

Als ich mich an Spider-Man Remastered auf dem PC gesetzt habe, hatte ich ehrlich gesagt vor allem eines im Kopf: Spaß am Schwingen durch New York. Und genau das liefert das Spiel auch – zumindest am Anfang. Doch je länger ich gespielt habe, desto mehr hat sich ein gemischtes Gesamtbild ergeben. Hier mein Fazit.
🕒 Spielzeit & Umfang
Die reine Story ist überraschend kompakt:
Mit etwa 16 Stunden seid ihr durch die Hauptmissionen durch. Wer allerdings alles sehen will, muss deutlich mehr Zeit einplanen – 30 bis 40 Stunden sind realistisch.
Viele der zufälligen Aktivitäten wirken dabei allerdings wie klassische Zeitfüller. Gerade die kleinen Verbrechen in den Bezirken wiederholen sich schnell.
🌆 Die offene Welt – Stark am Anfang, später zu viel des Guten
Zu Beginn macht die Open World genau das, was sie soll:
Du schwingst durch die Stadt, greifst spontan bei Verbrechen ein und fühlst dich wie Spider-Man.
Dieses Gefühl funktioniert hervorragend – vor allem am Anfang.
Doch mit der Zeit wird es zu viel: Immer neue Fraktionen tauchen auf, immer mehr Aufgaben kommen dazu, und irgendwann hat man das Gefühl, nur noch Checklisten abzuarbeiten.
⚔️ Gameplay & Kampfsystem
Das Kampfsystem ist eines der stärksten Elemente:
- Schnell verständlich
- Flüssig
- Macht dauerhaft Spaß
Es ist angenehm zugänglich und überfordert nicht mit unnötiger Komplexität.
Das Sammeln von Materialien für Upgrades ist vorhanden, fühlt sich aber teilweise etwas aufgesetzt an.
⚠️ Spoilerzone – ab hier volle Spoiler ⚠️
📖Die Story – Das absolute Highlight
Wenn es einen Grund gibt, dieses Spiel zu spielen, dann ist es die Story.
Wir erleben hier keinen Anfänger, sondern einen erfahrenen Peter Parker, der seit acht Jahren als Spider-Man New York beschützt – und gleichzeitig versucht, sein chaotisches Privatleben in den Griff zu bekommen.
🕷️ Der Einstieg: Der Fall des Kingpin
Gleich zu Beginn legt das Spiel richtig los:
Wilson Fisk, besser bekannt als Kingpin, wird von Spider-Man gemeinsam mit der Polizei festgenommen.
Doch dieser Sieg hat Konsequenzen:
👉 Ein riesiges Machtvakuum entsteht in der Unterwelt von New York.
🌑 Die neue Bedrohung: Die „Inneren Dämonen“
Eine mysteriöse Gruppierung übernimmt die Stadt: die Inneren Dämonen.
- Brutal organisiert
- Gefährlich
- Und technologisch bzw. mysteriös überlegen
Angeführt werden sie von Martin Li, einem scheinbar guten Menschen – Leiter von Tante Mays Obdachlosenheim (F.E.A.S.T.).
Genau hier zeigt das Spiel seine Stärke:
👉 Figuren sind nicht einfach nur „gut“ oder „böse“, sondern vielschichtiger.
🧪 Der Wendepunkt: Die Sinister Six
Parallel dazu arbeitet Peter als Assistent bei seinem Mentor Dr. Otto Octavius.
Doch politische Entscheidungen – insbesondere von Norman Osborn – setzen eine Entwicklung in Gang, die alles verändert.
Ohne zu viel zu verraten:
👉 Bekannte Superschurken schließen sich zusammen.
👉 Die berüchtigten Sinister Six spielen eine zentrale Rolle in der Eskalation der Ereignisse.
🤫 Ohne Spoiler: Warum die Story so stark ist
Was Spider-Man Remastered besonders macht:
- Emotionale Charakterentwicklung
- Unerwartete Wendungen
- Eine Geschichte, die auch als Film funktionieren würde
👉 Gerade gegen Ende wird es richtig intensiv – und bleibt im Kopf.
📸 Extras & Inhalte
Neben der Story gibt es noch:
- Nebenquests mit kleinen Geschichten
- Einen Fotomodus mit vielen Motiven
- Zahlreiche Easter Eggs für Marvel-Fans
🎯 Für wen ist das Spiel geeignet?
Dieses Spiel ist perfekt für:
- Fans von Open-World-Spielen
- Marvel- und Spider-Man-Fans
- Spieler, die eine starke Story schätzen
⭐ Fazit
Spider-Man Remastered ist ein Spiel mit zwei Gesichtern:
✔️ Überragende Story
✔️ Starkes Spider-Man-Feeling
✔️ Spaßiges Kampfsystem
❌ Repetitives Gameplay im späteren Verlauf
❌ Zu viele ähnliche Nebenaktivitäten
Meine Wertung:
👉 Sehr gutes Spiel – mit einer außergewöhnlich starken Story.
Wenn die Story euer Hauptargument ist, bekommt ihr hier eines der besten Superhelden-Erlebnisse überhaupt.
