Shifting Gears – Tim Allen schraubt wieder, diesmal am Familienleben

Tim Allen ist zurück – und zwar in einer Rolle, die sich wie ein alter Schraubenschlüssel anfühlt: vertraut, robust, aber mit ein paar neuen Kerben. In Shifting Gears spielt er Matt, einen grummeligen Witwer mit eigener Werkstatt für klassische Autos. Wer Allen aus Home Improvement oder Last Man Standing kennt, wird sich sofort heimisch fühlen. Doch diesmal geht es nicht nur um Motoren, sondern auch um zwischenmenschliche Reparaturen.
Kat Dennings als Matts Tochter Riley bringt frischen Wind in die Garage. Ihre Rückkehr ins Elternhaus – samt Kindern – sorgt für Reibung, aber auch für neue Dynamik. Die Chemie zwischen Dennings und Allen funktioniert, auch wenn der Humor der Serie noch nicht ganz zündet. Man merkt, dass sich die Gags erst finden müssen, und zehn Folgen reichen kaum aus, um den Figuren echte Tiefe zu verleihen.
Die beiden Werkstatt-Mitarbeiter sind charmantes Beiwerk, aber erst mit Jenna Elfman als Rileys Chefin Eve wird die Serie wirklich rund. Sie bringt nicht nur Energie, sondern auch eine emotionale Ebene, die Matt aus seiner Komfortzone holt. Die Kinder von Riley – Carter und Georgia – sorgen für kleine Überraschungen und eine Prise Chaos, die der Serie gut tut.
Visuell bleibt Shifting Gears bodenständig, aber die familiären Spannungen und die leise Trauer um Matts verstorbene Frau geben dem Ganzen eine melancholische Note. Die Serie will nicht laut sein – sie will warmherzig sein. Und das gelingt ihr in Ansätzen.
Wer Lust auf eine leicht verdauliche Sitcom mit bekannten Gesichtern hat, kann Shifting Gears problemlos weg-bingen. Mit 20 Minuten pro Folge ist man schnell durch, und die Serie wurde bereits für eine zweite Staffel verlängert. Hoffentlich bringt die Fortsetzung mehr Würze, mehr Tiefe – und einen Humor, der sich traut, auch mal neben dem Motorblock zu stehen.

