Mehr als Spuk: Ghosts Season 3 zeigt, wie lebendig Geister sein können
Die US-Serie Ghosts ist eine Adaption der gleichnamigen britischen Sitcom – und nicht die einzige: Auch Kanada und Deutschland haben ihre eigenen Versionen produziert. Doch mein Favorit bleibt die amerikanische Variante, die hierzulande ebenfalls zu sehen ist.
Die Hauptdarstellerin Rose McIver, bekannt aus iZombie, spielt die sympathische Samantha, die gemeinsam mit ihrem Mann Jay – gespielt von Utkarsh Ambudkar – ein geerbtes Anwesen in ein Bed & Breakfast verwandelt. Doch das Haus ist bewohnt – von Geistern aus verschiedenen Epochen, die alle ihre Eigenheiten mitbringen. Diese Ensemble-Serie lebt von genau diesen Figuren: einem snobistischen Offizier aus der Revolutionszeit, einer Hippie-Frau aus den 60ern, einem Wall-Street-Broker ohne Hose und vielen weiteren skurrilen Persönlichkeiten. Jede Figur bringt ihre eigene Zeit, ihre eigenen Probleme und ihre ganz eigene Komik mit – was zu herrlich absurden, aber auch berührenden Konfrontationen führt.
In Staffel 3, die aufgrund des Autorenstreiks auf zehn Folgen verkürzt wurde, stehen zwei zentrale Handlungsstränge im Fokus: das mysteriöse Verschwinden der Blumenkind-Geistin Flower und die lang erwartete Hochzeit zwischen Isaac und Nigel. Dabei wird auch ein geisterhaftes Paradoxon gelöst: Wo können Geister eigentlich durchgehen – und wo nicht? Die Serie schafft es, in jeder Episode eine abgeschlossene Geschichte zu erzählen und gleichzeitig das übergeordnete Geisterleben weiter zu entschlüsseln.
Fazit: Ghosts ist eine liebevoll inszenierte Sitcom mit hohem Niveau, die ohne derben Humor auskommt und dennoch spannend, witzig und überraschend erzählt wird. Eine Serie, die zeigt, dass man auch mit Geistern sehr lebendig sein kann.


