Anaconda – Jack Black, Paul Rudd und die Meta‑Schlange
Jack Black und Paul Rudd erfüllen sich einen Traum und nehmen sich den 90er‑Kultklassiker Anaconda (1997, mit Ice Cube und Jennifer Lopez) vor. Das Besondere: Es ist kein Remake, das versucht, witzig zu sein, während es sich ernst nimmt – sondern ein Film, der witzig sein soll, sich aber trotzdem ernst nimmt. Und weil das noch nicht genug Meta ist, geht es im Film selbst auch noch darum, wie Sony ein Remake dreht. Ein Remake im Remake also – Gehirnwindung einmal extra.
Schon in den ersten Minuten wird Chekhov’s Gun ausgelegt: Wir sehen einen Amateur‑Horrorfilm aus der Kindheit der späteren Antagonisten. Natürlich spoilert diese Szene das spätere Finale – und für die Gamer unter uns: rote Gasflaschen vor einer Riesenschlange. Wir wissen alle, was das bedeutet.
Der Film hat allerdings ein kleines Problem: Der Anfang zieht sich und nimmt sich zu ernst. Ab der Mitte aber dreht er auf, wird lockerer, schneller und steigert sich bis zum Finale konsequent hoch. Dazu kommen Cameos, die wirklich sitzen – kurz, überraschend, herrlich albern. Jumpscares gibt’s ebenfalls, und sie funktionieren.
Fazit:
Ein rundum solider Film, der am Ende alles gibt. Das im Trailer bereits angeteaserte Wildschwein auf Jack Blacks Rücken ist ein Highlight, aber keine Sorge: Die besten Szenen wurden nicht verraten. Ich sage nur: Harnretention. Genau hier punktet der Film – mit absurdem Humor, der sich nie über seine Figuren lustig macht, sondern mit ihnen. Perfekt für einen entspannten Kinoabend.


