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Assassin’s Creed Shadows: Naoes letzter Weg auf Awaji

Das, was im Hauptspiel gefehlt hat, wird endlich geschlossen: Naoes Story bekommt ihren verdienten Abschluss. Der DLC startet mit einem wirklich coolen Einstieg, und schon kurz darauf trefft ihr auf eure Mutter. Endlich könnt ihr das letzte Element finden und vervollständigen – ein Moment, auf den viele gewartet haben. Die Geschichte führt euch diesmal auf die Insel Awaji vor Osaka, wo Naoe und Yasuke von einer tödlichen Räuberbande gejagt werden, während sie einem alten Schatz nachspüren. Die Insel ist kompakt, voller Hinterhalte, enger Wege und kleiner Dörfer, die alle ihre eigenen Gefahren mitbringen. Die Atmosphäre wirkt dichter und fokussierter als im Hauptspiel und passt perfekt zu dieser eher persönlichen Geschichte.

Mit rund zehn bis zwölf Stunden Spielzeit seid ihr relativ schnell durch, und für 25 Euro ist das absolut in Ordnung. Wenn man die künstlich gestreckten Elemente herausrechnet, landet man eher bei acht Stunden, aber die sind immerhin solide. Und ja, gestreckt wird leider wieder: Die vierzehn Bosse, die ihr nacheinander legen sollt, fühlen sich wie eine reine ABM‑Maßnahme an. Besonders der vorletzte Boss ist einfach unfair designt – machbar, aber unnötig frustig.

Dafür bringt der DLC ein paar wirklich nette Ergänzungen. Naoe bekommt den Bo‑Stab, einen langen Stock, der sich super für schnelle Kombos und Crowd‑Control eignet. Dazu kommen neue legendäre Ausrüstungsgegenstände, Rüstungen und Monturen, die ihr auch ins Hauptspiel mitnehmen könnt. Das Gameplay wird durch neue Fähigkeiten, Fertigkeiten und sogar spezielle Fallen erweitert, die von der neuen Fraktion eingesetzt werden und ein paar frische taktische Momente schaffen. Außerdem gibt es das Hanabi‑Paket mit explosiven Pfeilen, Spezialangriffen und etwas Schadensreduktion – kein Gamechanger, aber spaßig. Auch die Nebenaufgaben wurden erweitert, unter anderem mit kleinen, charmanten Aktivitäten wie Malen, die dem DLC ein paar ruhige Momente zwischen all dem Kämpfen geben.

Am Ende bekommt ihr mehr von dem, was Shadows ohnehin gut kann: eine atmosphärische Welt, starke Figuren und eine Geschichte, die diesmal wirklich zu Ende erzählt wird. Vor allem Naoe erhält einen runden Abschluss, der im Hauptspiel gefehlt hat. Kein Must‑Have, aber ein DLC, der Fans zufrieden zurücklässt und das Gesamtpaket sinnvoll abrundet.

Bewertung: 2.5 von 5.

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