Shifting Gears – Staffel 2 schaltet endlich einen Gang höher
Manchmal brauchen Serien einfach etwas Zeit, um ihren Rhythmus zu finden. Genau das war für mich bei Shifting Gears der Fall. Die erste Staffel war keineswegs schlecht, wirkte aber stellenweise noch etwas unsicher. Sie musste erst einmal ihre Figuren etablieren und herausfinden, welche Geschichten sie eigentlich erzählen möchte. Mit ihren zehn Folgen war dafür zwar genug Raum da, trotzdem fühlte sich vieles noch wie eine längere Kennenlernphase an.
Bei Staffel 2 sieht die Sache aber ganz anders aus. Mit 13 Folgen wirkt die Serie deutlich selbstbewusster und weiß inzwischen genau, was sie sein möchte. Die Charaktere sind etabliert, die Beziehungen untereinander funktionieren besser und die Geschichten fühlen sich insgesamt viel natürlicher an.
Im Mittelpunkt steht weiterhin Matt Parker (Tim Allen), der versucht, Familie, Werkstatt und sein eigenes Gefühlsleben unter einen Hut zu bekommen. Besonders seine Entwicklung hat mir diesmal richtig gut gefallen. Die Serie beschäftigt sich mit seiner Trauer um seine verstorbene Frau und gleichzeitig mit seiner sich entwickelnden Beziehung zu Eve. Das bringt eine schöne neue Dynamik mit hinein und gibt der Figur mehr Tiefe.
Auch bei Riley geht es emotional ordentlich zur Sache. Ihre komplizierte Beziehung zu Gabe sorgt für viele unterhaltsame, manchmal auch überraschend herzliche Momente. Gerade diese zwischenmenschlichen Geschichten machen Staffel 2 deutlich interessanter als die erste Runde.
Was mir besonders gefallen hat: Die Serie wirkt jetzt viel lebendiger. Die Familie wächst einem immer mehr ans Herz, die Enkelkinder sorgen regelmäßig für charmante Momente und auch das Werkstatt-Team hat inzwischen seinen festen Platz gefunden. Man merkt einfach, dass die Figuren mittlerweile deutlich besser miteinander harmonieren.
Der Humor bleibt dabei angenehm klassisch. Shifting Gears erinnert an die gemütlichen Sitcoms der 90er- und frühen 2000er-Jahre – genau die Art von Serie, die man nach einem langen Tag einschaltet, um einfach mal abzuschalten. Keine große Dramatik, kein übertriebenes Chaos, sondern sympathische Figuren, lockere Sprüche und eine angenehme Wohlfühl-Atmosphäre.
Ein nettes Extra für Tim-Allen-Fans ist außerdem die Reunion mit mehreren Stars aus „Hör mal, wer da hämmert“, die für einen schönen Nostalgie-Moment sorgt.
Fazit
Staffel 2 von Shifting Gears macht fast alles besser als ihr Vorgänger. Die Serie fühlt sich sicherer an, die Figuren sind interessanter geworden und die Mischung aus Humor und Herz funktioniert deutlich besser. Wer klassische Sitcoms mag und Tim Allen gerne sieht, bekommt hier genau das, was er erwartet: entspannte Unterhaltung mit sympathischen Charakteren und jeder Menge Wohlfühlfaktor.

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