Haunted Hotel – Zwischen Spuk, Slapstick und Schattenseiten
Haunted Hotel hat mich überrascht. Anfangs dachte ich: Das sieht aus wie Ghosts, bloß animiert. Und ja, die Parallelen sind da – ein abgelegenes Hotel, bewohnt von Geistern. Doch hier wird’s düsterer: Zwei Kinder, ein Dämon im Körper eines 18.-Jahrhundert-Jungen und der verstorbene Bruder der Besitzerin, der als Geist mitmischt. Willkommen im Undervale Hotel – wo der Wahnsinn wohnt.
Was die Serie besonders macht: Sie ist tatsächlich eine Gruselserie. Kein harmloser Spuk, sondern FSK 16 mit echtem Horror-Flair. Jede Folge erzählt mehrere Plots, die sich oft überraschend verzahnen. Die Charaktere entwickeln sich weiter, zeigen ihre dunklen Seiten – aber auch ihre verletzlichen, schönen Momente. Skurrile Figuren wie „der Stecher“ und andere groteske Geister bringen irrwitzige Ideen ins Spiel, die zwischen Gänsehaut und Lachflash pendeln.
Was mir besonders gefällt: Der Humor ist pointiert, bissig, aber nie plump oder übertrieben obszön. Die Serie schafft den Spagat zwischen schwarzer Komik und emotionaler Tiefe – und das in animierter Form.
Fazit: Haunted Hotel ist definitiv einen Blick wert. Wer sich gerne animiert gruselt und dabei clevere Storys und schräge Figuren liebt, wird hier bestens bedient. Ein Spuk mit Stil – und Substanz.


