Kometen, Chaos, Chips: Mein Abend mit Greenland

Irgendwie ist der Film damals komplett an mir vorbeigegangen – und ehrlich gesagt: Hätte ich ihn im Kino gesehen, wäre ich positiv überrascht gewesen. Greenland ist ein waschechter Action-Blockbuster, der sich erstaunlich ernst nimmt. Gerard Butler liefert solide Arbeit ab, ohne in die üblichen „Ich rette die Welt im Alleingang“-Klischees abzurutschen.
Die Grundidee gefällt mir richtig gut: Ein Komet, der in unzählige Fragmente zerbricht und überall auf der Welt einschlägt. Die Umsetzung wirkt glaubwürdig, vor allem die Szenen, in denen Menschen für die Bunker ausgewählt werden – und all jene, die eben nicht ausgewählt werden, verzweifelt versuchen, mit der Situation klarzukommen. Auch das Insulin-Subplot ist zwar ein bisschen konstruiert, aber für die Spannung und den Plot wichtig.
Der Film erfindet das Katastrophengenre nicht neu, aber er macht vieles besser als andere Vertreter. Er bleibt bodenständig, übertreibt nicht ins Absurde und hält die Spannung konstant hoch.
Fazit: Für einen entspannten Abend mit Tortilla-Chips und Dip ist Greenland absolut geeignet. Wer Katastrophenfilme mag, die nicht völlig überladen oder lächerlich wirken, bekommt hier solide Action, glaubwürdige Figuren und ein Szenario, das gerade realistisch genug bleibt, um zu fesseln – selbst wenn natürlich alles schiefgeht, was schiefgehen kann.

