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Filme

Von Meme bis Gänsehaut: Masters of the Universe (2026) liefert mehr als nur Nostalgie

Manchmal gibt es Filme, die holen dich genau da ab, wo alles angefangen hat – in der eigenen Kindheit. Masters of the Universe (2026) ist für mich genau so ein Film geworden. Und das, obwohl ich die Figuren damals gar nicht selbst hatte.

Aber ein Kumpel von mir – und bei dem habe ich wirklich Stunden verbracht. He-Man, Skeletor und Co. waren einfach Kult. Später kamen dann die Witze darüber, wie simpel das alles eigentlich war. Und genau da setzt der Film heute an – und macht daraus etwas ziemlich Eigenes.

Und ja, der Vergleich mit Barbie passt tatsächlich. Kommt ja alles aus dem Hause Mattel. Beide Filme nehmen Figuren, die ursprünglich eher eindimensional waren, und geben ihnen plötzlich mehr Tiefe. Bei Barbie sehr offensichtlich – hier etwas subtiler, aber definitiv da.


Einstieg, Bruch und genau der richtige Ton

Der Film startet erstmal klassisch groß:
Verlust, Machtübernahme, Exil.

Skeletor reißt die Macht an sich, Adam verliert alles und landet als Kind auf der Erde. Starke, fast schon epische Grundlage.

Und dann… Cut.

Date-Szene.
Er erzählt einfach trocken seine Lebensgeschichte und so nach dem Motto:
„Ja… das war mein Leben. Willst du noch mehr wissen?“

Ich wusste in dem Moment nicht, ob ich lachen oder einfach nur feiern soll. Und genau dieses Gefühl zieht sich durch den ganzen Film.


Die Figuren – mehr als nur Kindheits-Klischees

Was wirklich positiv auffällt:
Die Figuren sind nicht mehr ganz so platt wie früher – ohne ihren Charme zu verlieren.

🛡️ Die Helden

  • Prinz Adam / He-Man (Nicholas Galitzine)
    Durch die Erde-Backstory bekommt die Figur direkt mehr Gewicht. Er muss erstmal verstehen, wer er überhaupt ist – und wenn er dann zu He-Man wird, funktioniert das richtig gut.
  • Teela (Camila Mendes)
    Für mich eine der stärkeren Figuren. Führt den Widerstand an und bringt Adam überhaupt wieder zurück in seine Welt.
  • Man-At-Arms / Duncan (Idris Elba)
    Klassischer Mentor – ruhig, souverän, funktioniert einfach.
  • Sorceress (Morena Baccarin)
    Bringt die mystische Ebene rein, ohne zu überladen zu wirken.
  • König Randor & Königin Marlena (James Purefoy & Charlotte Riley)
    Durch ihre Gefangenschaft bekommt Adams Reise direkt eine persönliche Note. Es geht nicht nur um die Welt, sondern auch um Familie.
  • Fisto, Ram-Man & Roboto
    Schön oldschool, schön direkt. Genau das, was man erwartet – und das ist hier wirklich gut.
  • Orko (Stimme: Christopher Ragland)
    Clever eingesetzt – eher punktuell, vor allem in der Post-Credit-Szene. Funktioniert dadurch deutlich besser.

💀 Die Schurken

  • Skeletor (Jared Leto)
    Genau die richtige Mischung aus Bedrohung und Over-the-top. Hätte schiefgehen können – tut es aber nicht.
  • Evil-Lyn (Alison Brie)
    Eigenständiger Charakter mit eigenen Plänen – macht die Dynamik deutlich spannender.
  • Trap Jaw, Tri-Klops, Beast Man & Goat Man
    Alle genau so überzeichnet, wie sie sein müssen – und genau deshalb funktionieren sie.

Der Soundtrack – das heimliche Herz des Films

Ich sag’s ganz ehrlich:
👉 Der Soundtrack ist nicht nur gut, der ist mitentscheidend dafür, warum der Film funktioniert.

Und das liegt daran, dass hier zwei Dinge perfekt kombiniert werden:

  • bekannte Songs, richtig eingesetzt
  • ein neuer, moderner Score

Die Songs – perfekt auf die Szenen gebaut

  • „What’s Up?“ – 4 Non Blondes
    Während Skeletors Angriff auf der Erde: Chaos, Adam schaut sich um und sagt „What’s going on?“ – Song setzt ein. Meme + Storytelling. Mega.
  • „Boys Don’t Cry“ – The Cure
    Läuft während der chaotischen Earth-Sequenzen – Comic Store, Verfolgung usw. Gibt dem Ganzen diesen leicht schrägen Ton.
  • „Princes of the Universe“ – Queen
    Training auf Eternia. Passt einfach perfekt. Einer der stärksten Momente.
  • „The Man“ – The Killers
    Wenn He-Man komplett aufdreht. Ironisch und gleichzeitig passend.
  • „The Power“ – Snap!
    Genau dann, wenn sich das Blatt wendet. Funktioniert sofort.
  • „Masters of the Universe“ – The Darkness (mit Brian May)
    Abspann – laut, groß, drüber. Perfekter Abschluss.

Der Score – genau die richtige Entscheidung

Und das vielleicht Wichtigste:

👉 Sie haben nicht einfach den alten Serien-Soundtrack genommen.

Stattdessen gibt es einen neuen Score (u. a. von Daniel Pemberton & Brian May), der:

  • modern klingt
  • groß wirkt
  • aber trotzdem das alte Gefühl transportiert

Highlights:

  • „Eternia“ / „Young Adam“ – Einstieg & Herkunft
  • „The Battle for Eternos“ – düstere Rückblende
  • „You Are He“ – erste Transformation → Gänsehaut-Moment
  • „The Power of Grayskull“ – großes Finale
  • „Skeletor vs. He-Man“ – klassischer Endkampf

Warum das Ganze so gut funktioniert

Der Film weiß genau, was er ist.

👉 Er nimmt sich nicht zu ernst – aber sich selbst auch nicht zu wenig.

Es ist dieser Mix aus:

  • Nostalgie
  • Selbstironie
  • bewusst überzeichneten Figuren
  • und richtig guter Musik

Und zwischendurch gibt’s immer wieder ernste Momente, die dem Ganzen Gewicht geben.


Fazit – muss man den sehen?

  • Als He-Man-Fan:
    Ja. Ohne Diskussion.
  • Mit Kindheitserinnerung und Sinn für Humor:
    Wirst du feiern.
  • Ohne Bezug:
    Kann funktionieren, aber wird dich nicht komplett umhauen.

Aber wenn du Bock hast auf: 👉 gute Sprüche
👉 starke Musik
👉 viel Selbstironie
👉 und dieses „die wissen genau, was sie da tun“-Gefühl

Dann bist du hier genau richtig.


Mein persönliches Schlusswort

Für mich ist dieser Film genau das geworden, was ich mir damals als Kind – oder später in meinen Witzen darüber – irgendwie immer vorgestellt habe.

Und genau deshalb funktioniert er.

Bewertung: 4 von 5.

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