Finger ab, Herz dran – Staffel 5 von Only Murders in the Building bleibt skurril und charmant

Es beginnt, wie es endete – mit einem Mord, einem Podcast und drei Ermittlern, die längst Kultstatus erreicht haben. Steve Martin, Martin Short und Selena Gomez sind als Charles, Oliver und Mabel erneut in Hochform. Ihr Zusammenspiel bleibt das Herzstück der Serie: schrullig, charmant und voller Timing.
Der Nebencast ist ebenfalls hochkarätig: Meryl Streep als Loretta, Renée Zellweger als Camila, Christoph Waltz als Bash Steed und Logan Lerman als Jay Pflug bringen frische Dynamik ins Arconia. Auch Michael Cyril Creighton als Howard, Jackie Hoffman, Beanie Feldstein, Dianne Wiest und Bobby Cannavale sind wieder mit dabei und fügen sich nahtlos in das skurrile Ensemble.
Inhaltlich wagt Staffel 5 einen Blick zurück: Mehr Rückblenden, mehr Geheimnisse, mehr Plot-Twists – mindestens einer pro Folge. Die Story rund um einen abgetrennten Finger ohne Besitzer, drei Superreiche mit Casino-Plänen und die Mafia wirkt zunächst wild, fügt sich aber am Ende überraschend stimmig zusammen. Und dann: ein Cliffhanger mit London-Tease. Staffel 6 ist bereits bestätigt.
Ein echtes Highlight ist die Episode „After You“, die Lesters Anfangstage im Arconia beleuchtet. Der junge Träumer, der zum standhaften Hausmeister wurde und seine Zukunft opferte, um die Bewohner zu schützen – das geht ans Herz und zeigt, wie viel Wärme unter der Krimi-Oberfläche steckt.
Trotz allem schwächelt die Staffel im Vergleich zu ihren Vorgängern leicht. Manche Wendungen wirken bemüht, und nicht jeder Nebenstrang zündet. Doch das Niveau bleibt hoch, die Atmosphäre einzigartig, und die Mischung aus Humor, Spannung und Herz funktioniert weiterhin.
Fazit:
Die Rentner-Ermittler und Selena Gomez liefern erneut ab. Only Murders in the Building bleibt komisch, spannend und hat das Herz am richtigen Fleck. Staffel 5 ist ein liebevoller Rückblick, ein skurriler Trip in die Vergangenheit – und ein hoffnungsvoller Ausblick auf London.

