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Modern Family Rewatch: Schon Staffel 1 zeigt die Genialität der Serie

Manche Serien altern einfach nicht. Und genau das stellen wir gerade mal wieder bei unserem Rewatch von Modern Family fest. Wir sind aktuell wieder in Staffel 1 unterwegs und ich muss sagen: Die Serie ist auch viele Jahre später noch absolut großartig.

Das Lustige an einem Rewatch ist, dass die Figuren gar nicht mehr eingeführt werden müssen. Man kennt sie bereits, man kennt ihre Macken, ihre Eigenheiten und ihre Entwicklung über die kommenden zehn beziehungsweise elf Staffeln. Genau das macht diesen erneuten Durchlauf so spannend. Man entdeckt plötzlich kleine Details, Sätze oder Charakterzüge, die später noch einmal aufgegriffen werden. Dinge, die einem beim ersten Anschauen vielleicht gar nicht aufgefallen sind.

Für mich bleibt Modern Family eine glasklare 5/5-Serie.

Was macht Modern Family so besonders?

Zum einen natürlich die Erzählweise. Die Serie wird wie eine Dokumentation präsentiert. Es gibt ein Kamerateam, das die Familien begleitet, und immer wieder sprechen die Figuren direkt in die Kamera. Dadurch entsteht dieser berühmte Blick durch die vierte Wand, der bis heute hervorragend funktioniert.

Die Charaktere sitzen zwischendurch auf einem Sofa oder einem Stuhl und erzählen von ihren Erlebnissen, kommentieren Situationen oder geben ihre ganz persönliche Sicht auf die Dinge wieder. Das sorgt nicht nur für viele Lacher, sondern gibt den Figuren auch erstaunlich viel Tiefe.

Ein fantastischer Cast

Die Serie dreht sich um drei miteinander verbundene Haushalte, die durch Familienoberhaupt Jay Pritchett zusammengehalten werden. Gespielt wird er von Ed O’Neill, den viele natürlich noch als Al Bundy aus Eine schrecklich nette Familie kennen.

Und ganz ehrlich: Es macht immer noch Spaß zu sehen, wie sehr sich diese Rolle von Al Bundy unterscheidet. Jay ist zwar ebenfalls gelegentlich grummelig, aber gleichzeitig deutlich vielschichtiger. Ich war damals unglaublich froh, dass Ed O’Neill nach dem Schuhverkäufer eine neue Rolle bekommen hat, die komplett auf eigenen Beinen stehen kann. Und er spielt sie einfach fantastisch.

An seiner Seite sehen wir die temperamentvolle Gloria Delgado-Pritchett, großartig verkörpert von Sofía Vergara, sowie ihren Sohn Manny Delgado (Rico Rodriguez), der sich schon als Kind oft deutlich erwachsener verhält als viele Menschen um ihn herum.

Dann wären da natürlich Claire Dunphy (Julie Bowen) und ihr Ehemann Phil Dunphy (Ty Burrell). Gerade Phil gehört für mich zu den absoluten Highlights der Serie. Seine Versuche, der coole, moderne Vater zu sein, sorgen auch beim zweiten oder dritten Durchlauf noch für jede Menge Lacher.

Zu den Dunphy-Kindern gehören Haley (Sarah Hyland), Alex (Ariel Winter) und Luke (Nolan Gould), die schon in Staffel 1 perfekt aufeinander abgestimmt sind und über die kommenden Jahre eine beeindruckende Entwicklung durchmachen.

Nicht zu vergessen sind natürlich Mitchell Pritchett (Jesse Tyler Ferguson) und Cameron Tucker (Eric Stonestreet). Dieses Duo funktioniert einfach von der ersten Minute an. Die beiden ergänzen sich perfekt und liefern einige der besten Momente der gesamten Serie.

Und dann ist da natürlich noch Lily. In der ersten Staffel wird die kleine Adoptivtochter von Mitchell und Cameron noch von den Zwillingen Jaden und Ella Hiller gespielt. Gerade beim Rewatch ist es unglaublich süß, sie als Baby zu sehen. Schließlich begleitet man sie über elf Staffeln beim Erwachsenwerden. Es ist fast so, als würde man ein Familienmitglied über Jahre hinweg aufwachsen sehen.

Überraschend aktuell

Was mich besonders überrascht hat: Einige Themen, die heute aktueller denn je wirken, werden bereits in der ersten Staffel aufgegriffen.

Meine bisherige Lieblingsfolge dieser Staffel dreht sich tatsächlich um die Smartphone-Abhängigkeit. Und das ist schon verrückt, wenn man bedenkt, wie lange diese Folge inzwischen zurückliegt. Die Serie thematisiert damals bereits, wie schwer es vielen Menschen fällt, ihr Handy einmal beiseitezulegen.

Mehr möchte ich dazu gar nicht verraten, denn die Folge sollte man wirklich selbst erleben. Nur so viel: Der Ausgang ist absolut herrlich und zeigt einmal mehr, wie clever der Humor von Modern Family funktioniert.

Fazit

Ob Familienchaos, Geburtstagsfeiern, Erziehungsfragen, Urlaube oder einfach nur der alltägliche Wahnsinn: Modern Family schafft es, aus ganz normalen Situationen großartige Unterhaltung zu machen.

Beim Rewatch merkt man erst recht, wie durchdacht die Serie geschrieben wurde und wie hervorragend alle Schauspieler miteinander harmonieren. Die Figuren entwickeln sich über die Jahre weiter, bleiben dabei aber immer sie selbst.

Und genau deshalb funktioniert Modern Family auch heute noch so gut wie damals.

Bewertung: 5 von 5.

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