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Modern Family Staffel 3 im Rewatch: Eine Familie, kein Stillstand

Nachdem ich auch Staffel 3 von Modern Family durchgebingt habe, kann ich eigentlich nur sagen: Das Niveau bleibt verdammt hoch. Vielleicht fehlen hier noch die ganz großen Folgen, die mir aus späteren Staffeln als absoluter Mindfuck oder Lachflash im Gedächtnis geblieben sind, aber die Serie macht genau das weiter, was sie von Anfang an so stark gemacht hat. Sie entwickelt ihre Figuren stetig weiter, ohne ihren Charme zu verlieren.

Diesmal stehen vor allem die persönlichen Baustellen der Charaktere im Mittelpunkt. Claire versucht sich aus der Rolle der reinen Hausfrau zu lösen und startet einen Wahlkampf für den Stadtrat. Das sorgt nicht nur für jede Menge Stress, sondern gibt ihr auch die Möglichkeit, sich beruflich und persönlich neu zu definieren. Phil bleibt der liebenswerte Chaot und wahrscheinlich angenehmste TV-Vater aller Zeiten, während er weiterhin versucht, Jays Anerkennung zu gewinnen und gleichzeitig mit seinen langsam erwachsen werdenden Kindern klarzukommen.

Besonders emotional wird es bei Mitchell und Cameron. Die beiden setzen alles daran, ein weiteres Kind zu adoptieren. Zwischen Hoffnungen, Rückschlägen, Eifersucht und jeder Menge Drama bekommen die beiden einiges ab, bevor die Staffel ihnen am Ende noch einmal ordentlich den Teppich unter den Füßen wegzieht. Gleichzeitig wächst Lily endlich zu einer eigenen kleinen Persönlichkeit heran und sorgt mit ihrem trockenen Humor immer wieder für starke Momente.

Auch Jay und Gloria bekommen weitere Facetten spendiert. Jay zeigt zunehmend seine weichere Seite, während Gloria weiterhin mit ihrer temperamentvollen Art das Familienchaos bereichert. Bei den Kindern geht die Entwicklung ebenfalls spürbar weiter: Haley steht kurz vor dem Erwachsenwerden und dem College, Alex bleibt die ewige Überfliegerin und Luke und Manny entwickeln ihre wunderbar schräge Freundschaft immer weiter.

Zu den Highlights der Staffel gehören unter anderem der Ausflug auf die Abenteuer-Ranch, der gemeinsame Disneyland-Besuch, das herrlich chaotische Thanksgiving und natürlich zahlreiche Familienfeiern, bei denen traditionell alles aus dem Ruder läuft. Die große Stärke von Staffel 3 liegt aber weniger in einzelnen Ausnahmefolgen als vielmehr darin, wie konstant hoch die Qualität bleibt. Es gibt eigentlich keinen echten Ausfall und jede Episode liefert ihren Teil zur Entwicklung der Figuren bei.

Für mich bleibt Modern Family damit weiterhin eine der besten Comedy-Serien überhaupt. Staffel 3 wirkt wie ein weiterer wichtiger Baustein für die Familie Pritchett-Dunphy-Tucker und macht definitiv Lust auf die nächsten Staffeln.

Bewertung: 5 von 5.

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