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Serien

My Royal Nemesis – überraschend gut, aber nicht ohne Längen

So, ich habe mal wieder eine koreanische Serie geschaut – diesmal „My Royal Nemesis“ auf Netflix.

Vorweg: Ich bin jetzt nicht der größte Fan von romantischen K-Dramen. Oft sind mir die Folgen zu lang und die Dramatik wird teilweise etwas zu sehr in die Länge gezogen. Genau das war auch hier meine erste Hürde. Die Serie hat 14 Folgen und jede geht ungefähr eine Stunde. Da hätte ich mir manchmal gewünscht, dass man etwas straffer erzählt.

Trotzdem hat mich die Geschichte erstaunlich gut gepackt.

Was zunächst wie eine romantische Fantasy-Geschichte beginnt, entwickelt sich nach und nach zu einem ziemlich spannenden Rätsel um Seelen, Identitäten und Schicksal. Besonders die Verknüpfung zwischen der Joseon-Zeit und dem heutigen Seoul fand ich sehr gelungen.

Die große Stärke der Serie ist für mich die Handlung. Immer wenn man denkt, man hätte verstanden, wie alles zusammenhängt, kommt eine neue Wendung. Vor allem die Enthüllung, dass die Seelen der Hauptfigur und der Hofdame Dan-sim schon als Kinder ihre Körper getauscht haben, gibt der Geschichte noch einmal eine ganz neue Tiefe.

Auch die Verbindungen der Figuren über die Jahrhunderte hinweg sind spannend aufgebaut. Nach und nach erkennt man, wie alle miteinander verwoben sind und warum bestimmte Ereignisse immer wieder eine Rolle spielen.

Die Schauspieler haben mir ebenfalls sehr gut gefallen. Die romantischen Momente waren schön, auch wenn sie mir stellenweise etwas zu sehr von den üblichen Missverständnissen und Problemen ausgebremst wurden. Das ist vermutlich typisch K-Drama, aber manchmal hätte ich mir gewünscht, dass man etwas schneller zum Punkt kommt.

Das Finale hat mir dagegen richtig gut gefallen. Die Geschichte wird sauber aufgelöst, die offenen Fragen werden beantwortet und am Ende bekommt man ein rundes Happy End, ohne dass es auf mich zu kitschig wirkte.

Mein Fazit: My Royal Nemesis ist für mich keine reine Romantik-Komödie, sondern vielmehr eine Fantasy-Geschichte mit Mystery-Elementen und einer Liebesgeschichte im Mittelpunkt. Die Folgen sind zwar etwas zu lang und manche dramatischen Passagen ziehen sich, aber die interessante Handlung, die sympathischen Darsteller und das gelungene Finale machen das mehr als wett.

Für mich ist My Royal Nemesis eine dieser Serien, die man gut nebenbei laufen lassen kann. Ob beim Bügeln, bei der Steuererklärung oder anderen alltäglichen Aufgaben – man kann der Handlung folgen, ohne jede Sekunde hochkonzentriert vor dem Fernseher sitzen zu müssen. Gleichzeitig ist die Geschichte interessant genug, dass man immer wieder gerne auf den Bildschirm schaut, wenn wichtige Wendungen passieren.

Eine Serie, die mich trotz einiger Längen bis zum Ende gefesselt hat – und das schaffen nicht viele. 😊

Bewertung: 3 von 5.

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