Der Super Mario Galaxy Movie – Leveldesign top, Story flop – aber Spaß wie im Endlos‑Modus
Neu im Cast: Yoshi, Prinzessin Rosalina und sogar Star Fox schaut vorbei. Klingt nach epischem Crossover? Ja. Weiß der Film, was er damit anfangen soll? Nicht wirklich.
Story? Irgendwo da draußen im All
Worum es geht – keine Ahnung. Der Film selbst scheint es auch nicht so genau zu wissen.
Es wird sogar erklärt, wo Prinzessin Peach eigentlich herkommt… oder auch nicht. Der Film wirft eine Herkunfts-Story in den Raum, die eher wie eine alte Fan-Theorie wirkt als wie echte Mario-Lore. Und dann bekommt Peach plötzlich eine Schwester: Rosalina. Das war vorher nie Kanon, aber der Film behandelt es, als wäre es schon immer so gewesen. Mutig oder verwirrend – je nach Blickwinkel.
Der Antagonist? Gibt’s nicht. Oder doch. Oder mehrere.
Eine Prinzessin wird entführt – wie immer – aber diesmal immerhin mit Begründung: Ihre Energie wird für eine Superwaffe gebraucht. Bowser schwankt zwischen „eigentlich ganz okay“ und „vielleicht doch böse“, während sein Sohn wahlweise der Schurke ist oder einfach nur seinen Vater zurückhaben will.
Die Story bleibt dünn wie ein 1‑HP‑Pilz. Aber wenn man das ausblendet, geht’s richtig los.
Gameplay-Vibes im Kino
Der Film feuert ein visuelles Feuerwerk ab:
- Szenenwechsel wie Levelsprünge
- Von klassischem 2D‑Gameplay bis zu 3D‑Animationen, die Raum und Schwerkraft ignorieren
- Ständige Sprung‑ und Fallmomente direkt aus den Spielen
- Fanservice ohne Ende
Der Fun‑Faktor ist hoch, fast schon unverschämt hoch.
Und dann taucht am Ende auch noch der depressive Stern aus Teil 1 auf – Tränen und Freude inklusive.
Fazit
Wer Bock auf Zocker‑Feelings hat, seine Lachmuskeln trainieren will und Story nicht als Lebensgrundlage braucht: reingehen.
Popcorn schnappen, Hirn parken, Spaß haben.
Mehr will der Film nicht – und genau das liefert er.


