Ready or Not – Verstecken war noch nie so tödlich
Dieses Mal möchte ich euch den Film „Ready or Not – Auf die Plätze, fertig, tot“ vorstellen, den ich mir kürzlich angesehen habe. Der Film aus dem Jahr 2019 ist eine Mischung aus Horror, schwarzer Komödie und Thriller – und genau diese Kombination macht ihn für mich so interessant.
Worum geht es?
Die junge Grace heiratet ihre große Liebe Alex Le Domas. Klingt zunächst nach einem romantischen Märchen, doch Alex stammt aus einer extrem reichen Familie, die ihr Vermögen mit Gesellschaftsspielen gemacht hat. Allerdings gibt es in dieser Familie eine seltsame Tradition: Jedes neue Familienmitglied muss in der Hochzeitsnacht eine Karte aus einer geheimnisvollen alten Box ziehen. Die Karte bestimmt, welches Spiel gespielt wird.
Grace zieht die Karte „Versteckspiel“. Was zunächst harmlos klingt, entwickelt sich schnell zu einem Albtraum. Denn für die Familie Le Domas ist dieses Spiel tödlicher Ernst. Aufgrund eines alten Paktes muss Grace vor Sonnenaufgang gefunden und geopfert werden. Andernfalls droht der gesamten Familie ein schreckliches Schicksal.
Es beginnt eine wilde und blutige Jagd durch das riesige Herrenhaus der Familie.
Was hat mir gefallen?
Normalerweise bin ich kein großer Fan von Filmen, die nur auf Splatter und Schockeffekte setzen. Bei „Ready or Not“ ist das zum Glück anders. Zwar gibt es einige blutige Szenen, aber die eigentliche Stärke des Films liegt für mich in seiner Geschichte und seinen Figuren.
Was mir an dem Film besonders gefallen hat, war, dass man eigentlich bis zum Schluss nie so richtig weiß, wie das Ganze ausgehen wird. Es bleibt lange offen, wer am Ende überlebt, wer vielleicht doch noch stirbt und ob an den Überzeugungen der Familie überhaupt etwas dran ist. Während des Films habe ich mich mehrmals gefragt, ob all die schrecklichen Ereignisse wirklich notwendig waren oder ob man das alles hätte verhindern können. Genau diese Unsicherheit macht einen großen Teil der Spannung aus. Die Antwort darauf bekommt man erst ganz am Ende, und selbst dann sorgt der Film noch für eine echte Überraschung. Dadurch bleibt er für mich nicht nur ein Horrorfilm mit Splatter-Elementen, sondern auch eine Geschichte, über die man nach dem Abspann noch ein wenig nachdenken kann.
Auch die Charaktere sind sehr unterschiedlich und oft wunderbar skurril. Manche Familienmitglieder wirken gefährlich, andere eher chaotisch, und einige scheinen selbst mit den Traditionen ihrer Familie zu kämpfen. Dadurch bleibt der Film abwechslungsreich und bietet neben Horror auch immer wieder schwarzen Humor.
Die Schauspieler
Besonders hervorheben möchte ich Samara Weaving, die Grace spielt. Sie schafft es hervorragend, die Entwicklung von einer zunächst überforderten Braut hin zu einer mutigen Kämpferin darzustellen.
Auch die übrige Besetzung macht ihre Sache sehr gut. Vor allem Adam Brody als Daniel Le Domas und Andie MacDowell als Becky Le Domas bleiben in Erinnerung.
Mein Fazit
„Ready or Not – Auf die Plätze, fertig, tot“ ist für mich deutlich mehr als ein gewöhnlicher Horrorfilm. Die Mischung aus Spannung, schwarzem Humor, skurrilen Figuren und einer ungewöhnlichen Geschichte funktioniert hervorragend. Wer Horrorfilme mag, die neben Blut und Action auch eine interessante Handlung bieten, sollte dem Film definitiv eine Chance geben.
Ein unterhaltsamer, spannender und teilweise herrlich verrückter Film, der bis zum Schluss überraschen kann. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie die Geschichte im zweiten Teil weitergeführt wird.

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