Mafia: The Old Country – Starke Story, schöne Welt, aber mit angezogener Handbremse
Mafia: The Old Country besteht aus 14 Kapiteln und bietet rund 16 Stunden Spielzeit. Die Story ist stark und verdient den Namen „Mafia“ wirklich. Sie ist spannend erzählt, hat ein rundes, perfektes Ende und schlägt sogar eine Brücke zum allerersten Teil der Reihe – das ist ein schöner Bonus für Fans.
Gameplay & Mechaniken
Man kann sich Waffen, Autos und sogar Pferde kaufen – das passt gut zum Setting und bringt ein bisschen Vielfalt rein. Es gibt auch ein paar Perks, aber ehrlich gesagt: Ich hab sie kaum genutzt. Sie sind nett, aber nicht spielentscheidend.
Ein echter Geheimtipp: Holt euch so früh wie möglich das beste Messer. Damit lassen sich Truhen knacken, und das bringt euch schnell an genug Geld. Danach ist die Wirtschaft im Spiel eigentlich kein Problem mehr.
Die Level sind linear aufgebaut, aber sie lassen Spielraum für verschiedene Spielstile. Man kann sich durchschleichen oder direkt in die Action gehen – wie in einem klassischen Deckungsshooter. Das funktioniert gut und sorgt für Abwechslung.
Abwechslung & Open World
Was das Spiel ein bisschen auflockert, sind die Rennen. Leider gibt es davon nur zwei – das ist schade, denn da hätte man mehr draus machen können. Die Mechanik funktioniert gut und hätte sich für ein eigenes Rennsystem mit Missionen angeboten.
Man hat eine eigene Wohnung, was erstmal cool klingt – aber man kann sie weder einrichten noch erweitern. Auch hier: nette Idee, aber nicht zu Ende gedacht.
Die Open World wurde nachträglich hinzugefügt. Sie sieht schön aus und passt atmosphärisch, aber sie wird kaum genutzt. Man fährt von A nach B, sammelt ein paar Dinge ein – und das war’s. Es gibt keine echten Aktivitäten oder Nebenmissionen, die die Welt lebendiger machen. Vielleicht kommt da noch was per Update, das wäre wünschenswert.
Andererseits hat die reduzierte Nutzung der Open World auch was: Sie wirkt dadurch ruhiger, fast wie eine stilvolle Kulisse. Man nimmt die Umgebung bewusster wahr, statt sie nur als Spielplatz zu sehen.
Was man sammelt, bleibt bisher ohne echten Zweck. Vielleicht wird das noch relevant – oder es bleibt einfach ein nettes Extra für Completionisten.
Fazit: Mafia-Flair für zwischendurch
The Old Country ist ein solides Spiel für zwischendurch. Es bietet eine starke Story, gute Inszenierung und ein stimmiges Setting. Zwar bleiben einige Features unausgereizt, doch der Preis ist fair und spiegelt den Inhalt gut wider. Für Fans der Reihe definitiv einen Blick wert.


