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Peacemaker Season 2: Wenn das Multiversum Amok läuft

„Leider geil“ trifft es tatsächlich am besten. DC schlägt mit der neuen Ausrichtung einen frischen Weg ein, und Peacemaker Season 2 nutzt das geöffnete Multiversum mit einer Konsequenz, die man so nicht erwartet hätte. Seit James Gunn das Ruder übernommen hat, wirkt alles wie aus einem Guss – und die zweite Staffel knüpft perfekt an die Ereignisse des neuen Superman-Films an.

John Cena liefert erneut ab: Peacemaker muss sich nicht nur mit den Konsequenzen seiner Vergangenheit auseinandersetzen, sondern auch mit… nun ja, sich selbst. Durch eine geheimnisvolle Tür, die mithilfe außerirdischer Technologie geöffnet wird, landet er in einer Situation, die ihn buchstäblich mit einer alternativen Version seiner eigenen Existenz konfrontiert. Mehr verrate ich nicht – aber hier werden Fäden zwischen Suicide Squad und Superman gezogen, die überraschend gut funktionieren.

Der Soundtrack ist wie immer ein Highlight. Das Intro bekommt sogar einen eigenen kleinen Plottwist, und der ikonische Tanz entwickelt mit jeder Folge eine neue Bedeutung. Die ersten beiden Episoden haben mich noch nicht komplett abgeholt, aber danach zieht die Staffel richtig an.

Besonders spannend wird es in Folge 6 und 7: Dort fällt erstmals deutlich auf, dass in der alternativen Welt keine afroamerikanischen Menschen vorkommen. Das ist kein Zufall, sondern ein bewusst gesetzter erzählerischer Hinweis, der bereits früh subtil vorbereitet wird und später eine zentrale Erklärung erhält.

Schauspielerisch bewegt sich die Staffel auf hohem Niveau, und die Mischung aus Humor, Brutalität und emotionalen Momenten funktioniert erstaunlich gut.

Fazit: WTF. Anschauen – und hier schaltet man nicht ab, hier kämpft das Gehirn ums Überleben. Ich bin gespannt, wie die Geschichte weitergeht, denn Season 3 ist bereits bestätigt.

Bewertung: 4.5 von 5.

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