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Filme

Avengers: Endgame kehrt zurück ins Kino und überrascht mit einem absoluten MCU-Bombenfinale

Manche Filme schaut man sich an, weil man sie liebt. Manche Filme schaut man sich an, weil man sie noch einmal auf der großen Leinwand erleben möchte. Und dann gibt es Filme wie Avengers: Endgame, die einen selbst Jahre später noch einmal komplett überraschen können.

Genau deshalb saß ich gestern Abend wieder im Kino. Eigentlich wusste ich ganz genau, was mich erwartet. Schließlich habe ich den Film schon gesehen. Mehrmals sogar. Aber diese neue, verlängerte Kinofassung versprach rund sechs Minuten zusätzliches Material. Klingt erst einmal nicht nach viel, oder? Doch manchmal reichen wenige Minuten aus, um einen ohnehin schon großartigen Film noch einmal aufzuwerten.

Was mich damals bereits begeistert hat und auch heute noch begeistert, ist die Atmosphäre des Films. Nach den Ereignissen von Infinity War herrscht zunächst eine fast schon bedrückende Stimmung. Die Helden sind gebrochen, die Welt ist verändert und niemand weiß so recht, wie es weitergehen soll. Genau dieses langsame Wiederzusammenfinden des Teams funktioniert noch immer hervorragend.

Und das ist eigentlich eine kleine Meisterleistung. Wir reden hier über einen Film mit einer schier absurd großen Anzahl an Figuren. Trotzdem gelingt es Endgame, vielen Charakteren genug Raum zu geben, damit sie sich entwickeln können. Jeder bekommt seine Momente. Jeder bekommt seine kleinen oder großen Szenen, die dafür sorgen, dass man emotional investiert bleibt. Das macht den Film auch heute noch unglaublich stark.

Die neu eingefügten Szenen sorgen zusätzlich dafür, dass sich manche Abläufe etwas runder anfühlen. Ehrlicherweise habe ich noch nicht jede einzelne Änderung eindeutig identifizieren können. Dafür liegt die Originalsichtung inzwischen einfach zu lange zurück. Aber man merkt, dass an einigen Stellen noch einmal nachpoliert wurde.

Einen Kritikpunkt habe ich allerdings weiterhin.

Das Ende rund um Steve Rogers fühlt sich für mich noch immer etwas unstimmig an. Seine Entscheidung, in der Vergangenheit zu bleiben und seiner großen Liebe nachzugehen, kann ich nachvollziehen. Doch die Art und Weise, wie er anschließend plötzlich als alter Mann auf dieser Bank sitzt, wirkt auch in der überarbeiteten Version etwas holprig. Das hätte man vielleicht eleganter lösen können.

Aber ganz ehrlich?

Bis zu diesem Punkt hatte mich der Film sowieso längst wieder komplett abgeholt.

Und dann kam der Moment, mit dem wirklich niemand im Kinosaal gerechnet hatte.

Der absolute Wahnsinn.

Marvel hat es tatsächlich geschafft, einen Film, den wir alle seit Jahren kennen, plötzlich wieder relevant für die Zukunft des MCU zu machen.

Durch neue Post-Credit-Szenen wird das Ende direkt mit Avengers: Doomsday verknüpft.

Ich saß da und dachte nur:

„Moment mal… passiert das hier gerade wirklich?“

Im Prinzip hat Marvel ein Stück Retconning betrieben und das auf eine Art und Weise, die ich überhaupt nicht erwartet hätte. Statt einfach nur eine Neuveröffentlichung ins Kino zu bringen, haben sie dem Film ein neues Ziel gegeben. Plötzlich blickt Endgame nicht mehr nur zurück auf die große Infinity-Saga, sondern schlägt gleichzeitig die Brücke zur nächsten großen Avengers-Geschichte.

Und der Effekt im Kino?

Unglaublich.

Als die neuen Szenen liefen, wurde geschrien. Es wurde geklatscht. Die Leute konnten kaum glauben, was sie da gerade sehen. Wir waren eigentlich alle nur gekommen, um Endgame noch einmal auf der großen Leinwand zu erleben.

Niemand hatte damit gerechnet, dass Marvel uns noch eine zusätzliche Überraschung servieren würde.

Genau solche Momente machen Kino aus.

Dieses gemeinsame Staunen. Dieses kollektive „Was zum Teufel passiert da gerade?“. Dieser Augenblick, in dem ein ganzer Saal gleichzeitig merkt, dass gerade etwas Besonderes geschieht.

Ob Avengers: Doomsday am Ende wirklich so gut wird, wie wir alle hoffen, weiß natürlich noch niemand. Aber eines hat diese Neuveröffentlichung geschafft: Sie hat meine Vorfreude ins Unermessliche gesteigert.

Und dann gibt es da noch einen weiteren Punkt, der mir beim Wiedersehen besonders aufgefallen ist.

Endgame ist inzwischen fast ein Jahrzehnt alt.

Wenn man den Film heute noch einmal sieht, entdeckt man plötzlich überall bekannte Gesichter wieder. Schauspielerinnen und Schauspieler, die damals vielleicht nur kleinere Rollen hatten und mittlerweile durch Serien, Filme oder andere Projekte deutlich bekannter geworden sind. Immer wieder sitzt man da und denkt:

„Moment, den kenne ich doch!“

Oder:

„Ach stimmt, die war ja auch schon im MCU dabei!“

Gerade wenn man tief in der Film- und Serienwelt unterwegs ist, macht das unglaublich viel Spaß. Man erkennt Zusammenhänge, verfolgt Karrieren und entdeckt Details, die einem beim ersten Kinobesuch vielleicht völlig entgangen sind.

Und genau deshalb funktioniert Endgame auch heute noch so gut.

Der Film ist nicht nur das große Finale einer Ära. Er ist mittlerweile selbst ein Stück Filmgeschichte geworden.

Damals schrieb Marvel Geschichte, nicht nur finanziell, sondern auch erzählerisch. Helden scheitern. Helden opfern sich. Menschen sterben. Und viele dieser Entscheidungen hatten tatsächlich Gewicht. Das MCU hat sich dadurch nachhaltig verändert.

Deshalb kann ich am Ende nur eines sagen:

Wenn ihr Marvel liebt, wenn ihr die Avengers liebt und wenn ihr die Chance habt, diese neue Kinofassung noch zu sehen, dann tut es.

Wirklich.

Sucht euch ein Kino. Kauft euch ein Ticket. Erlebt diesen Film noch einmal auf der großen Leinwand.

Denn eines Tages wird Avengers: Doomsday erscheinen und dieser besondere Überraschungseffekt wird verschwunden sein. Aber genau jetzt habt ihr noch die Möglichkeit, diesen Moment völlig unvorbereitet zu erleben.

Und glaubt mir:

Wir sind völlig ahnungslos in diesen Film gegangen.

Und wir wurden mit einem der größten MCU-Brainfucks der letzten Jahre belohnt.

Bewertung: 5 von 5.

Wertung: 5/5 Infinity-Steine

Ein Film, den man bereits zu kennen glaubte und der es trotzdem schafft, noch einmal für Gänsehaut, Jubel und pure Marvel-Magie zu sorgen. Genau dafür liebe ich Kino.


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